Sünde

Liebe Sünden, süße Sünden, Verkehrssünden. Das Wort "Sünde" ist inzwischen ebenso verweltlicht wie verniedlicht. Mittelalterliche Menschen wie Martin Luther bangen noch, als Sünder verdammt zu werden. Moderne Menschen, selbst gläubige, können mit diesem klassischen Sündenbegriff nicht mehr viel anfangen. Dabei ist das, was dahintersteckt noch immer aktuell:

Die "Sünde" (wohl vom Wort "Sund", der "Graben" abgeleitet) bezeichnet die Kluft zwischen Gott und Mensch. Adam und Eva, so legt es die Bibel aus, schaffen diesen Abstand zu ihrem Schöpfer. Sie vertrauen ihm nicht, trauen seinen Geboten nicht, wollen selbst wie Gott sein. Sie essen vom Baum der Erkenntnis und wissen nun um Gut und Böse.

Vertrieben aus dem Paradies sind wir Menschen von Gott getrennt. Wir leben in "Sünde", das heißt im schmerzlichen Abstand zu unserem Schöpfer. Der Mensch kann und muss sich stets neu entscheiden zwischen gut und böse. Er ist frei. Er kann Gutes tun und wird doch auch immer wieder Böses tun. Manchmal ohne es zu wollen.

Das heißt: Als Mensch mache ich mich schuldig. Ich bin angewiesen, dass Schuld vergeben wird. Nur so kann ich neu anfangen. Christus hat solche Vergebung gelebt. In seinem Namen beten Christen "Vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern". Durch seinen Sohn Christus versöhnt sich Gott mit uns. Der Mensch ist demnach Sünder und zugleich Gerechter. Dies hat Martin Luther mit seinem Ausspruch "simul iustus et peccator" beschrieben.

Auch moderne Menschen sind darauf angewiesen, neu anzufangen. Persönliche Seelsorgegespräche, das Schuldbekenntnis oder das Abendmahl im Gottesdienst können dazu beitragen.

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zum Artikel: Herder-Förderpreis: Glaube und Erfahrung. Christlicher Glaube ist erfahrbar

 

Aktuelles

 

Jul 22 Stadt- und Dorfkirchenmusiken im Weimarer Land - Auditive Leckerbissen zwischen Luther- und Bauhausjahr
Rettwitz, So. 22.07.18
17:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Jul 22 WEIMARER ORGELSOMMER
Weimar, So. 22.07.18
18:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Jul 23 Tiefurter Montagsmusiken
Tiefurt, Mo. 23.07.18
18:00 Uhr bis 18:45 Uhr
Jul 29 9. Sonntag nach Trinitatis
Weimar, So. 29.07.18
17:00 Uhr
Jul 29 WEIMARER ORGELSOMMER
Weimar, So. 29.07.18
18:00 Uhr bis 19:00 Uhr

 

Losung & Lehrtext

21.07.2018
Gott der HERR machte den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. Wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.
1.Mose 2,7 Epheser 2,10

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