Hetschburg

Hetschburg gehört zur Kirchengemeinde Bad Berka.

Pfarrer Ulrich-Matthias Spengler
Pfarrgasse 1
99438-Bad Berka

T (036458) 41 993
F (036458) 31 822





St. Martin

Die älteste Kirche in der Hetschburger Flur war die St. Martinskirche, gelegen auf dem Bergsporn zwischen Hetschburg und Buchfart, dem Martinsberg, der aber heute noch den Namen "Martinskirche" hat. Bis zu ihrer Zerstörung ist sie die Kirche für die beiden damaligen Dörfer Nieder- und Oberheidingsburg gewesen.
Wann und wodurch die Zerstörung erfolgte, ist nicht mehr feststellbar. In einer Urkunde von 1550 wird diese Kirche als "wüste Kirche" bezeichnet.
Wahrscheinlich haben die Bewohner von Oberheidingsburg, dem heutigen Hetschburg, danach in ihrem Ort eine neue Kirche geschaffen mit gleichem Namen "St. Martin". Dies müsste aber noch in der katholischen Zeit, also vor 1520 gewesen sein. (Zu erkennen an der noch heute vorhandenen
Sakramentsnische in der Außenmauer hinter der Kanzel). Ursprünglich war es wohl erst eine Kapelle, den jetzigen Altarraum bis an die zwei Stufen umfassend. Das Kirchenschiff wurde vermutlich erst nach der Reformation angebaut.
Im 30-jährigen Krieg (1618-1648) ist die Kirche wahrscheinlich durch Brand zerstört worden. Danach vergingen etwa 50 Jahre, bis die Bewohner die Wiedererrichtung der Kirche begannen. Sie wurde im Barockstil um 1700-1720 neu erstellt. Aus vorhandenen alten Unterlagen von 1750/51 ist ersichtlich, dass die Kirche damals schon eine Orgel besessen hat. Das jetzt vorhandene Orgelwerk wurde 1779 von N. Hartung erbaut. Sie hat etwa 200 Jahre ihren Dienst getan, bis sie im November 1973 verstummte.
Das Kirchengelände war einst von einer Umfassungsmauer umgeben, die aber 1906 abgetragen wurde. Der dort befindliche alte Friedhof, von dem noch zwei Grabmale vorhanden sind, war mit der Zeit zu klein geworden und wurde bereits 1864 an einer anderen Stelle im Dorf neu angelegt.
Der Innenraum der Kirche erfuhr 1958 eine größere Veränderung. Die beiden oberen seitlichen Emporen und die untere Empore rechts wurden entfernt. Durch eine Verbreiterung der rückseitigen Emporen wurde ein Gemeinderaum geschaffen. Die Kanzel wurde in die rechte Ecke verlegt.
Im Laufe der Zeit verschlechterte sich der Zustand des Gebäudes. 1991 musste der Turm abgetragen werden, da er nicht mehr zu reparieren war. Ein originalgetreuer Nachbau des Turmes konnte 1992 wieder auf das Dach gesetzt werden. Die Überdachung des Treppenaufganges brach 1996 zusammen und musste erneuert werden. Das Hauptdach erhielt eine Notdeckung aus Wellbitumentafeln.
Um den fortschreitenden Verfall des Kirchenbauwerkes aufzuhalten und es für zukünftige Nutzung instand zu setzen, gründete sich 2001 der "Förderverein Hetschburger Kirche". Über viele Jahrzehnte ist Wasser durch das undichte Dach eingedrungen, was zu erheblichen Schäden im Mauerwerk, am Putz, in der Dachkonstruktion und an der Orgel geführt hat. Alle Fenster der Kirche waren beschädigt bzw. zerstört und mussten ersetzt werden.
Die dringendsten Maßnahmen bezogen sich ausschließlich auf die Erhaltung der gefährdeten Bausubstanz. Durch viele Aktivitäten des Vereins konnten nach intensiven Vorbereitungen die wichtigsten Bauarbeiten schon 2004 ausgeführt werden. Nach den vielen Jahren des Schweigens konnte auch die Hartung-Orgel von 1779 wieder restauriert werden. Die Einweihung erfolgte im November 2007. Sie verfügt über 1 Manual und Pedal sowei über 9 Register.

Damit sind aber noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen.
Der Förderverein Hetschburger Kirche e. V. bittet deshalb weiterhin um Mithilfe in Form von Spenden für dieses Vorhaben:

Spendenkonto IBAN DE 53 8205 1000 0410 0037 27
bei der Sparkasse Mittelthüringen, BIC HELADEF1WEM


- Vorsitzender: Stephan Keil, Hetschburg
- Stellvertretender Vorsitzender: Klaus Trost
- Schatzmeisterin: Bettina Scharf

Die Hetschburger Kirche ist als Baudenkmal in die Kreisdenkmalliste Weimarer Land eingetragen.

nach der Kirchenchronik von H. Lindner und einer Publikation vorn Architekturbüro Walter Müller



 

Fotogalerie

Kirche St. Martin in Hetschburg

 

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Losung & Lehrtext

18.12.2017
Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter. Was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben.
Psalm 105,8 Römer 15,4

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