Daasdorf a.B.

Kirchengemeinde Daasdorf am Berge
Bei der Kirche, 99428 Weimar

Pfarrerin Karin Krapp
Moskauer Str. 1a
99427 Weimar

T (0172) 97 20 127



www.ek-weimar.de

 

 

Kirche zu Daasdorf a.B.

Auf freiem Gelände mitten im Ort steht die Daasdorfer Kirche. Es ist als sicher anzunehmen, dass eine Vorgängerkirche an diesem Platz gestanden hat. Diese musste im Jahr 1751 völlig abgerissen werden, um den jetzigen Bau zu errichten. In der Kirchenchronik wird 1749 (wahrscheinlich durch den damaligen Pfarrer) von einem schweren Blitzschlag berichtet: "... in der Mittagsstunde nämlich 12 Uhr tat es einen so jämmerlichen Donnerschlag welcher sogleich unseren Kirchturm ergriff, das Dach zerschmetterte und alle Fenster zerschlug. Aber Gottlob, Preis und Dank es hat nicht gezündet, obwohl man länglich in der Kirche vor Schwefeldampf nicht blicken konnte. Ich ließ gleich darauf zu einer außerordentlichen Andacht mit allen Glocken läuten und dankte in derselben für das abgewendete große Unglück". Die Vorgängerkirche stammte vermutlich aus dem 13. Jahrhundert. Die in den barocken Bau mit Sattelwalmdach einbezogene romanische Chorturmanlage mit ihren Stützpfeilern und den schmalen Lichtschlitzen an der Ostseite zeugen davon. Äußerlich auffällig ist die Ähnlichkeit  der Daasdorfer Turmhaube mit der der  Gaberndorfer Kirche, allerdings ist die Daasdorfer etwas niedriger und gedrungener. An der Südseite kann man auf der barock gestalteten Inschrifttafel lesen: "Dieses Gotteshaus wurde erbaut im Jahre Christi 1751".

Den Eingang bedeckt ein Gewändestein, auch die Steine der großen Rechteckfenster sind mit Mustern verziert. Die Kirche ist ein verputzter Werksteinbau aus einheimischem Muschelkalk, die Tür-und Fenstergewände sind aus Berkaer Sandstein.

Der Innenraum hat eine einheitliche barocke Gestaltung. Beeindruckend ist der große Kanzelbau, der vor einer Trennwand zwischen Kirchenraum und Sakristei im Turmerdgeschoß steht. Der Kanzelaltar besteht aus einem weitausladenden Kanzelkorb zwischen korinthischen Säulen mit Engelkopf und Schalldeckel, drei Flachbogenöffnungen in zwei Etagen übereinander und einem Aufsatz, Voluten, einem gebrochenen Bogengiebel und im oberen Teil ist ein großes Lutherbild von Schmeller angeordnet. Orgel, Emporen, ein Taufgestell und ein Vortragekreuz stammen aus dem 18. Jahrhundert. Die Holztonne ist mit einer barocken Bemalung mit Engelfiguren ausgestaltet. Die große, jetzt verwendete Holztaufe ist eine Arbeit von 1884. Das Geläut der Kirche ist einmalig, da es vollständig aus alter Zeit stammt. Im zweiten Weltkrieg war es bereits vom Turm heruntergeholt worden, blieb aber erhalten und konnte so wieder an seinen alten Platz gehängt werden. Die kleinste Glocke ist 51 cm hoch, etwas gestreckt und ohne Aufschrift, sie stammt vom Anfang des 13. Jahrhunderts. Sie ist die älteste noch geläutete Glocke der Superintententur. Von dieser Glocke wird berichtet, ein Schwein habe sie einst auf dem nahen Hundsberg im Gelände einer Wüstung aus der Erde gebuddelt. Das Gemeindesiegel und das Wappen über dem Südeingang der Kirche
bilden diese Geschichte ab. Die kleine Glocke ist 1655 gesprungen und wieder repariert worden. Es ist unbekannt, wo und durch wen die Reparatur ausgeführt wurde. Die mittlere Glocke sprang nach dem zweiten Weltkrieg, die Gemeinde ließ sie in Apolda reparieren. Sie soll etwa aus dem Jahr 1480 stammen und sie trägt die Namen der Evangelisten Lucas und  Marcus und die der drei Weisen aus dem Morgenland "T.R.O. CASPAR BALTASAR MELCHIOR". Die mit 91 cm Durchmesser größte Glocke wurde im Jahr 1502 gegossen. Der Glockengießer war Heinrich Ciegeler in Erfurt (an anderer Stelle wird auch der Name Heinrich Negeler angegeben). Die große Glocke ist zwischen 1668 und 1683 mehrfach gesprungen, auch 1748, sie wurde immer wieder instand gesetzt. Mittlerweile sind alle 3 Glocken repariert und konnten im Jahr 2011 wieder in den liturgischen Dienst gestellt werden.

Die Gemeinde trifft sich im zweiwöchigen Rhythmus jeweils am Samstag um 17.00 Uhr.

 

Fotogalerie

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Reformationsjubiläum

zum Artikel: Herder-Förderpreis: Glaube und Erfahrung. Christlicher Glaube ist erfahrbar

 

Aktuelles

 

Apr 13 Ketzer, Spalter, Glaubenslehrer - Luther aus katholischer Sicht
Eisenach, Do. 13.04.17
10:00 Uhr
bis 30.12.18
17:00 Uhr
Nov 3 AUSSTELLUNG
Weimar, Fr. 03.11.17
bis 25.11.17
Nov 14 „Bekenntniszeichen" - Die Junge Gemeinde in der DDR im Spannungsfeld zwischen Staat und Kirche
Erfurt, Di. 14.11.17
08:00 Uhr
bis 04.12.17
21:00 Uhr
Nov 21 „Was bleibt vom Reformationsjahr 2017?“ - AEU-Unternehmergespräch
Erfurt, Di. 21.11.17
19:00 Uhr bis 21:30 Uhr
Nov 24 ORCHESTERKONZERT
Weimar, Fr. 24.11.17
19:30 Uhr bis 21:00 Uhr

 

Losung & Lehrtext

17.11.2017
Deine Toten werden leben. Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, der Geist spricht, dass sie ruhen von ihren Mühen.
Jesaja 26,19 Offenbarung 14,13

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