St. Anna

Robert Neuwirt
St. Anna

Die Kirchengemeinde Töttleben gehört zum Kirchengemeindeverband Kerspleben.



Adressdaten


Beschreibung


Die Kirche in Töttleben, eine spätgotische Saalkirche, wurde zwischen 1430 bis 1450 (nach Erkenntnissen Denkmalamt) im heutigem Grundriss und Außenmauerwerk als katholische St. Annenkirche errichtet.
In der Zeit des 30-jährigen Krieges wurde die Kirche, wie übrigens auch der Ort, geplündert und sehr stark beschädigt. Dabei wurden sämtliche Unterlagen vernichtet. Schriftliche Nachweise über die Kirche gab es erst wieder mit den Kirchenrechnungen ab 1655. Auf der Grundlage der Rechnungen können wir die tatsächlichen Schäden aus der Zeit des 30-jährigen Krieges nachvollziehen. Spendennachweise geben uns Auskunft über die Opfer, die unsere Vorfahren für die Instandsetzung und den Erhalt der Kirche aufgebracht haben.
Die Instandsetzungs- und Erhaltungsmaßnahmen der Kirchgemeinde konnten 1669 ein Predigtverbot des Vogtes von Kerspleben wegen der Bauschäden der Kirche nicht verhindern. Mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums in Erfurt konnte das Verbot aufgehoben werden. In den Jahren 1691 bis 1695 erfolgte mit finanzieller Unterstützung der Kirchenbehörde und dem Einsatz von Kollektoren (Bauern aus dem Ort, die Gelder für die Sanierung bis in die Gegend von Holland und Pommern sammelten) eine Generalsanierung der Kirche. Im verheerenden Dorfbrand 1708 wurde die Kirche verschont. In den Jahren 1720 bis 1722 erfolgte durch die Fa. Schröter der Orgeleinbau.
Die Errichtung des Kanzelaltars erfolgte in der Zeit von 1730 bis 1731. In den folgenden Jahren wurden die Emporen erweitert, der Eingang an die Südseite verlegt, neue Fenster eingesetzt und 1871 der neue Taufstein als Spende von Familie Meinhardt aufgestellt. 1916 und 1942 wurden die Glocken als Kriegsmaterial abgezogen. Eine Glocke von 1679 erhielt die Kirche im Juni 1948 zurück.
Material- und Kapazitätsmangel in der DDR ließen bis zur Wende nur kleine Instandsetzungsarbeiten zu.
In den Jahren 1993 bis 1996 erfolgte eine Generalsanierung des Glockenturms, des Daches, des Altars, des Taufsteins, der Orgel, der Innenausmalung und des Außenputzes.
Ab 2004 zeigten sich Risse im Mauerwerk, die sich aus der Absenkung des Grundwassers durch Tiefbaumaßnahmen der Stadt ergaben. Die Senkungserscheinungen sind noch nicht abgeschlossen. Z. Zt. laufen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung zur Übernahme der finanziellen Belastung, die durch die Beseitigung der Schäden entstehen werden. Zum Nachweis der Schadensursache und Behebung der entstandenen Schäden hat sich 2009 ein Freundeskreis aus Bürgern des Ortes (Christen und Nichtchristen) gebildet, der den Gemeindekirchenrat bei der Lösung der anstehenden Aufgaben entlastet.

Freundeskreis zur Behebung der Bauschäden der Kirche in Töttleben

Vorsitzender:
Erhard Henkel Am Holzbiel 20, 99098 Erfurt-Töttleben

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