St. Mauritius

Die Kirchengemeinde Niedergrunstedt mit Obergrunstedt gehört zum Kirchengemeindeverband Buchfart-Legefeld.



Adressdaten


Daten & Fakten


  • Baujahr: 1726
  • Baustile: Barock
  • Besonderheiten: Pyramidenkanzelaltar
    vollständig erhaltene Ausmalung des hofmalers Johann Ernst Rentzsch d. J.
    Biblische Bilder auf der Empore (siehe Beschreibung)
  • Öffnungszeiten Sommer: nach Absprache
  • Öffnungszeiten Winter: nach Absprache

Profil


Rad- oder Wanderweg - Wir liegen an einem Rad-/wanderweg. Veranstaltungen - Wir führen besondere Veranstaltungen durch (z.B. Konzerte oder Ausstellungen). Bibel zur Lektüre - Bei uns liegt eine Bibel zur Lektüre aus. Führungen - Wir bieten auf Nachfrage Führungen an.

Beschreibung


St. Mauritiuskirche
Eine große Brandkatastrophe im Jahr 1707 zerstörte nicht nur 40 Häuser, sondern zog auch die alte Niedergrunstedter Kirche so sehr in Mitleidenschaft, dass sie neu errichtet werden musste. Einigen Bauelementen dieses Neubaus zufolge reicht die Baugeschichte bis ins 12. Jahrhundert zurück. So finden sich im Turm Teile gotischer Maßwerkfenster. Um 1726 begann der Neubau im einheitlichen Barock. Die Gestalt der Turmhaube, das Mansardendach und die großen Fenster zeigen, wie großzügig man vorgehen konnte. Atemberaubend wirkt auf den Besucher dann aber besonders der Innenraum der Kirche. Nahezu vollständig sind Emporen, Kanzelaltar und Holzdecke durch den Weimarer Künstlers Johann Ernst Rentsch im Jahr 1728 bemalt worden. Rentsch, der unter anderem am Weimarer Hof auch Johann Sebastian Bach portraitiert hatte und auf dem Friedhof an der Jakobskirche auf dem Grab Lukas Cranachs begraben liegt, hat die Kirche mit Bildern, die Szenen biblischer Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament zeigen, gestaltet. Auch die Decke und der wunderbare Kanzelalter sind von ihm bemalt. Bei Letzterem tragen vier Säulen mit stilisierten Palmen einen Architraven mit obeliskartigem Aufsatz, reich verziert mit Engeln, Blumen- und Früchtewerk. Rechts und links sind die Figuren Johannes des Täufers und des Mose und zentral der auferstandene Christus zu sehen. Das Ganze ist ein Meisterwerk barocker Kunst und bedarf der besonderen Zuwendung.
Die Orgel auf der zweiten Empore wurde 1876 von Karl-August Witzmann aus Stadtilm geschaffen und befindet sich in einem recht guten Zustand. Drei Eisenhartgussglocken befinden sich im Kirchturm. Sie datieren auf die Jahre 1920 (kleine Glocke) und 1922 (mittlere und große Glocke).
Der Wunsch, die Kirche grundlegend zu erneuern und sanieren, ist seit vielen Jahre im Bewusstsein von Kirchengemeinde und Denkmalpflege und wird früher oder später verwirklicht werden.
In Niedergrunstedt bestimmt das Ensemble von Kirche, ehemaliger Schule mit dem Hofatellier, altem Brauhaus und altem Backhaus sowie dem Pfarrhaus das Bild der Ortsmitte. Im Pfarrhaus befindet sich ein kleines Büro der Kirchengemeinde und ein Gemeinderaum, zu nutzen für verschiedene Veranstaltungen und Zusammenkünfte.

Auf dem Weg zur Sanierung der Kirche wurden im Jahr 2014 Arbeiten zur statischen Sicherung der Außenwände durchgeführt. Im Jahr 2015 dann eine Teilsanierung, besonders der Holzteile des Pyramidenkanzelaltars realisiert.

In den Jahren 2018 / 2019 findet die vollständige Sanierung des Kirchturms statt. Verschiedene Fördermittelgeber tragen dazu bei, dass dieses Vorhaben gelingen kann: Der Freistaat Thüringen mit einem Städtebauprogramm, die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM), der Ev.-Luth. Kirchenkreis Weimar, Lottomittel und pivate Spenderinnen und Spender.
Um das Vorhaben erfolgreich abschließen zu können, ist die Kirchengemeinde Niedergrunstedt aber auch weiterhin auf Hilfen und Sponsoren angewiesen und dankbar für alle Unterstützungen.

Gottesdienste finden zu den großen Festen im Kirchenjahr und bei besonderen Anlässen in der Gemeinde statt
Bitte beachten Sie auch die Gottesdiensttermine in den benachbarten Orten und Gemeinden!

- Sonntag, 24. November 2019 um 17:00 Uhr Abendgottesdienst

Herzliche Einladung zur nächsten Abendmusik:
- Samstag, 12. Oktober 2019 um 18.00 Uhr Musik, Lieder und Texte u. a. mit Grit Roos (Orgel) und Barbara Demel-Voß (Violine)

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