St. Ursula

Taubach gehört zu dem Kirchspiel Mellingen-Umpferstedt und zählt ca. 217 Mitglieder.
Die Kirche ist außerhalb der regelmäßig gefeierten Gottesdienste geschlossen.
Die Taubacher Frauen treffen sich monatlich zum Frauenkreis. Es gibt einen Posaunenchor, der wöchentlich zu Proben einlädt.
Alle Termine und Veranstaltungen findet man im Gemeindebrief des Evang.-Luth. Kirchspiels Mellingen-Umpferstedt.
Ansprechpartner: Frau Eisenberg (036453) 80236



Adressdaten


Daten & Fakten


  • Baujahr: 1850
  • Öffnungszeiten Sommer: nach Absprache
  • Öffnungszeiten Winter: nach Absprache

Profil


Rad- oder Wanderweg - Wir liegen an einem Rad-/wanderweg. Veranstaltungen - Wir führen besondere Veranstaltungen durch (z.B. Konzerte oder Ausstellungen). Gottesdienst - Bei uns findet regelmäßig Gottesdienst statt. Bibel zur Lektüre - Bei uns liegt eine Bibel zur Lektüre aus. Trinkwasser - Bei uns gibt es Trinkwasser in der Nähe. behindertengerecht - Wir sind auf behinderte Menschen eingestellt. Führungen - Wir bieten auf Nachfrage Führungen an. Kirchenführer - Wir bieten einen gedruckten Kirchenführer.

Beschreibung


St. Ursula
Die früheste Nachricht von einem Gotteshaus überliefert Pfarrer mag. Georgius, der das Seelsorgeamt im Ort von 1595 bis 1650 innehatte. Er berichtet von einem "Schwibbogen" in der Kirche mit der Jahreszahl 1462 und auch, dass die Kirche "auf St. Ursula dedieziert worden" sei. Später Kirchbucheintragungen weisen auf einen Kirchturmbau von 1600. Rund 100 Jahre später wurde wegen Baufälligkeit erneut renoviert. 1705 erhielt die Kirche eine Orgel von Meister Trebs, die Johann Sebastian Bach selbst abnahm. Deutschlands größter Kirchenmusiker erhielt dafür ganze 16 Groschen, wie das Taubacher Kirchenbuch von 1581 bis 1741 im Pfarrarchiv von Mellingen zu berichten weiß. Auch dieser Kirchenbau hatte Mängel. 1820 hat "Goethes Baumeister" Coudray Grund- und Aufriss für eine neue Kirche gezeichnet. Sein Plan diente 1848 als Grundlage für den fast vollständigen Neubau. Damals entstand eine neuromanische, keine klassizistische Kirche mehr, und die Kirche wird heute als "frühes Beispiel denkmalpflegerischer Aktivität" gewertet. Sie stellt eine große Halle dar mit Westturm und östlicher Rundapsis, vier großen Rundbogenportalen in der Mitte der drei Seiten und der Apsis, großen Rundbogenfenstern und umlaufendem Rundbogenfries. Der alte Turm wurde in das westliche Langhaus einbezogen, im Obergeschoss sind seine romanischen Rundbogenfenster durch Backsteinmauerwerk ergänzt wurden. An der Westfassade erkennt der Betrachter die Vermauerung eines alten Rundbogens, daraus lässt sich schließen, dass der Bau ursprünglich eine Ostturmkirche mit dem Langhaus westlich der heutigen Kirche gewesen ist. Innen ist die Coudraysche Konzeption stark zu spüren, besonders durch die monumentale, gemauerte Kanzelwand. Bei einer Renovierung 1967 erhielt die Kirche zudem eine grau-matt-rote Fassung, sparsame Vergoldung und moderne Lampen und Altarleuchter, so dass der Raum feierlich, aber sehr nüchtern wirkt.
2011/2012 werden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen am Kirchturm geleistet und in den folgenden Jahren am Kirchenschiff. Zur Zeit wird die Witzmannorgel denkmalgerecht saniert.
Taubach hatte seit 1739 vorübergehend ein Pfarramt und seit 1771 eigene Pfarrer im Ort. Zu ihnen gehörte in den Jahren 1891 bis 1897 der Thüringer Mundartdichter August Ludwig.

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