Kirche

Umpferstedt gehört mit Wiegendorf, Schwabsdorf und Rödigsdorf zu dem Kirchspiel Mellingen-Umpferstedt und zählt über 232 Mitglieder.
Alle Termine und Veranstaltungen findet man im Gemeindebrief des Evang.-Luth. Kirchspiels Mellingen-Umpferstedt.
Ansprechpartner für die Kirchengemeinde Umpferstedt:
Frau Christine Lüpke, T (03643) 4578586



Adressdaten


Daten & Fakten


  • Baustile: Romantik / Gotik

Profil


Rad- oder Wanderweg - Wir liegen an einem Rad-/wanderweg. Gottesdienst - Bei uns findet regelmäßig Gottesdienst statt. Führungen - Wir bieten auf Nachfrage Führungen an.

Beschreibung


Kirche Umpferstedt
Der Turm der Kirche zu Umpferstedt ist so markant, dass ihn auch schon das älteste Gemeindesiegel abgebildet hat. Das Gotteshaus steht mitten im Ort etwas erhöht an einem mit Linden bestandenen Platz. Die Kirche hat viel von frühen Bauepochen bewahrt, ursprünglich war sie eine romanische Chorturmkirche. Im Obergeschoss sind nach Ost und Süd die romanischen doppelten Schallöffnungen erhalten. Hier hängt eine Glocke aus dem Jahre 1580 von Eckhardt Kuchler zusammen mit der großen von 1742, die im Jahre 1964 umgegossen werden musste. Seit 2010 vereinfacht das abendliche Läuten der Glocken eine elektrische Läutanlage.
Über dem Geschoss erhebt sich der spätgotische Spitzhelm. Er ist bei einem Umbau im 16. Jahrhundert aufgesetzt wurden. 1974 bis 1976 erhielt er eine neue Beschieferung. An dem Turmteil sind Chor uns Langhaus angefügt, der Chor mit flacher Ostwand und drei sehr schmalen frühgotischen Fenstern in gleicher Größe darin. Im Giebelfeld hat die Wand ein kleines Vierpassfenster. Den Giebelabschluss bekröhnt ein Steinkreuz. Fenster und Türen des Langhauses entstammen verschiedenen Zeiten. Seine Grundform erhielt es im 16. Jahrhundert. Die Jahreszahl 1592 steht über der Eingangstür mit rundem, profiliertem Gewände in der Mitte der Nordseite. Südlich gegenüber wurden ein rundbogiger Emporenaufgang und eine Tür von 1766 vermauert. Den Raum im Inneren gestalten die fast gleichhohen runden Chor- und Triumphbögen. Im Mittelraum steht der Taufstein, an dem die Kinder des Ortes schon seit 500 Jahren die Taufe empfangen. Die Decke dieses Teils ist flach, während Tor und Langhaus Tonnen überspannen. Die obere Empore umgibt das Langhaus vierseitig. Während eines Konfirmationsgottesdienstes im Jahre 1964 brach die obere Empore an einer Seite ein. Dies war der Anlass zu einer Erneuerung des Kirchenraumes in den nächsten beiden Jahren. Dabei wurde er sehr schlicht ausgestaltet. Im Chor steht der Steinaltar mit neuer Mensa, er trägt ein barockes Altarkreuz mit gotischem Korpus. Der Korb von einem Kanzelaltar des vorigen Jahrhunderts ist am südlichen Triumphbogenpfeiler angebracht. Erwähnenenswert ist die Orgel aus dem Jahr 1999 von der Firma Sodann, die die Orgel von der Firma Sauer aus den dreißiger Jahren ersetzte. Wertvollster Schmuck der Kirche ist der Annenaltar von 1490 bis 1495 vermutlich vom Meister des Großrudestädter Altars, einer Erfurter Werkstatt, geschnitzt. Unter schlichten Baldachinen stehen im Schrein fünf, in den Flügeln je zwei Figuren, alle in gleicher Größe. In der Mitte sieht man die heilige Anna mit den sehr kleinen Figuren der Maria und des Jesuskindes auf dem Arm. Ihr zur Seite stehen die Heiligen mit ihren Attributen: Martin mit dem Bettler, Dorothea mit dem Körbchen, Margarete mit dem Drachen. Elisabeth mit dem Korb, Magdalene mit der Salbbüchse, Babara mit dem Turm, Katharina mit dem Schwert und Christopherus mit dem Kind. Umpferstedt ist ein frühgenannter Ort, viele Herrschaften und Klöster hatten hier Besitz. 1364 erwarb das Kloster Oberweimar mit der Herrschaft über den Ort das Kirchenpatronat, weshalb fälschlicher Weise auch hier noch oft von einem ehemaligen Kloster im Ort gesprochen wird.
1997 wurde nach der Sanierung die Wiedereinweihung der Kirche gefeiert. Im Jahr 1999 folgte die Orgelweihe.

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